Johanna Oetker

 

Johanna Oetker wurde 1979 geboren. Während ihres Magisterstudiums der Germanistik, Romanistik und Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin gründete sie die Hostessenagentur allez-y. Nach ihrem Studienabschluss war sie an verschiedenen inner- und außereuropäischen Opernhäusern im Bereich der Dramaturgie tätig. Seit 2012 ist sie Gastmitglied im Aufsichtsrat der COGNOS AG.

Johanna Oetker lebt in Berlin, wo sie sich seit dem Jahr 2013 im dortigen Komitee der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch engagiert.

 

Johannas Bekenntnisse

 

Q. Hast du ein Vorbild oder eine Lebensmaxime?

A. Meine Vorbilder wechseln mit den jeweiligen Lebenssituationen. Meist jedoch sind es Generalisten, d. h. Menschen, die über den jeweiligen Tellerrand hinausschauen, sich für diverse Dinge begeistern und Brücken schlagen zwischen den einzelnen Lebensbereichen.

 

Q. Welches Bildungserlebnis ist dir in Erinnerung geblieben?

A. In puncto „Menschen-Bildung“: mein Klassenlehrer am Frankfurter Lessinggymnasium. Er hat uns als Schüler sowie als Menschen in sehr positiver Weise geprägt. Seine kluge natürliche Autorität hat bewirkt, dass wir uns von der gefürchtetsten Klasse der Schule zur handzahmen, respektvollen Schülerschar entwickelten. In puncto Bildung im engeren Sinne: die Gespräche mit einem meiner Literaturprofessoren an der Humboldt-Universität.

 

Q. Worüber kannst du nicht lachen?

A. Gewalt.

 

Q. Was hast du dir zuletzt schönes gekauft?

A. Ein Sommerkleid. 

 

Q. Welches Buch würdest du niemals weggeben?

A. Da fällt die Auswahl sehr schwer. Ich mogle mal und wähle drei: Fontanes „Irrungen, Wirrungen“, Philip Roths „Goodbye Columbus“ und Urs Widmers „Der blaue Siphon".

 

Q. Wann fühlst du dich am lebendigsten?

A. Im Theater, im Konzert oder in der Oper. Und in der Natur. 

 

Q. Woran glaubst du?

A. An Bildung und an Kultur. 

 

Q. gibt es für dich einen Ort des Friedens?

A. Ja, bestimmte Landschaften.

 

Q. Was meinst du war deine letzte gute Tat?

A. Die letzte wichtigste gute Tat, allerdings in jeder Hinsicht eine Gemeinschaftsleistung, war die erfolgreiche Durchführung des letzten Berliner Fundraising Dinners von Human Rights Watch. Seit einiger Zeit engagiere ich mich bei dieser bemerkenswerten Menschenrechtsorganisation in Berlin.

 

Q. Welche Musik magst du am liebsten?

A. Wieder sehr schwer zu entscheiden, ich mag so viel! Aber wenn ich mich denn entscheiden muss: Stevie Wonder und Franz Schubert.

 

Q. Was findest du schwerer: anfangen oder aufhören?

A. Kommt darauf an! Aber der Volksmund hat wahrscheinlich recht: „Aller Anfang ist schwer.“